Morgenröte - Botschaften

126. Die tote Erde

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14. April 2013; № 126

(Die Dreifaltigkeit auf goldenen Thronen.)

Jesus spricht:
Die Besorgnis nimmt kein Ende!
Die Ketten, die man um Mein Heiliges Land legte,
werden weggenommen, doch nicht vernichtet,
sondern in den Grund geworfen, damit man sie nicht sehe.
Man trägt neue herbei. Sie haben zwei Schichten.
Eine sichtbare und eine unsichtbare.
Nun liegen viele Ketten um das Land.
Mein Heiliges Land liegt in Ketten!

(Jesus schaut zurück, auf vergangene Zeiten.)
Man hat sie fort getragen – die Fahne der Wahrheit!
Sie wehte wie eine sanfte Brise in lauer Nacht,
wo der Mond das Tal erhellte
und wo man sich unbekümmert nieder legen konnte,
auf der duftenden Wiese.
Das Licht flackerte im Schein der Nacht.
Es leuchtete gar weit. Man sah es aus der Ferne.
Man legte sich nieder, nach getaner Arbeit
und erfreute sich an den einfachen Dingen.
Nichts stand im Wege.
So konnte man seinen Blick in alle Richtungen wenden.
Die Strahlen der Sonne bedeckte das Land.
Und man holte sich Kraft durch ihre Wärme und Liebe!

Nun zog die Armee aus!
Und der Himmel verfärbte sich.
Die Strahlen der Sonne beachtete man nicht.
Die Kälte – und Gleichgültigkeit breitete sich aus.
Und die Strahlen der Liebe verwandelten sich in Tränen.
Der Mond neigte sich nieder.
Doch man hüllte die Erde in schwarze Tücher.
Damit der Mond nicht durchscheine.

(Jesus zeigt die heutige Zeit. Gott Vater weint.)
Nun liegen Sonne und Mond in starkem Weh!
Ihre Tränen füllen die Wolken.
Schwer ist das Herz geworden.
Das Herz der Liebe – das alles gab.

Es wehte der Wind der Liebe!
Man legte ihn in Ketten!
Nun weht die kalte Nacht und regiert mit Macht – die alles zerbricht.

Nachts lodert das Feuer. Die Wölfe heulen.
Niemand auf den Straßen. Kein Leben mehr.
Das nächtliche Feuer durchdringt die Mauer
und zieht einen schwarzen Kreis.

Niemand kann heraus. Niemand hinein. Gefangen!
Dem Untergang geweiht.
Das Klagen durchdringt die Wolken.
Und vereint sich mit den Wolken, die gefüllt sind mit Tränen.

Die Hügel und Berge sind erschüttert.
Sie fallen nieder und stehen nicht mehr auf.
Die Erde: Der Boden – er fällt zusammen.
Und versinkt.
Wo ist das Meer, das sich erhob und über das Land hereinbrach?

Gestern sah man den Mond!
Heute? – Wohin ist er gegangen?
Wer hat ihn fortgetragen?
Aus Meinem Land?
Aus Meinem Heiligen Land?

(Gott Vater weint nicht mehr. Er schaut sehr besorgt.
Die Augen Jesu sind voller Tränen.)

Nun sitzen sie zusammen, an einem Tisch.
Sie würfeln um Mein Gewand.
Denn Ich habe Meinen Mantel ausgebreitet.
Über Mein Land. Mein Heiliges Land.
Und die Spitzen des Mantels, sie liegen um die ganze Erde.

Denn Ich bin gekommen – auf die Erde.
Um sie zu beschützen [Jesus deutet auf die Menschen]
mit dem Saum Meines Mantels!

Gott Vater spricht:
Denn ICH gab! ICH schenkte!

Und habe Meinen Sohn gesandt, um die Welt zu retten!

Nun liegt sie in Schutt und Asche!
Wer kann Neues schenken?
Denn das Alte gibt es nicht mehr!

Man hat selber Hand angelegt – an Mein Werk der Liebe!
Man hat zerstört – was Ich gab!

Nun liegen sie am Boden.
Und bedecken mit ihren Tränen das wenige nichts, das ihnen noch blieb.

Man sitzt zusammen und verhandelt.
Alleine! – Nicht mit Mir!
Wie soll das enden?

Was die Menschen mit Mir zusammen tun,
wird große Frucht bringen!
Und die Wolken werden sich nicht mit Tränen füllen!
Was die Menschen ohne Meine Hilfe tun,
wird große Zerstörung bringen!
Und die Wolken werden sich mit Blut füllen!

O, traute Erde! O, trautes Heim!
Du bist in die Fremde gegangen!
Du bist Mir fremd geworden.
Ich erkenne dich nicht mehr!
Was ist nur aus dir geworden?

Bekümmert liegt Mein Herz am Wasser!
Und der Himmel vermag Mich nicht zu trösten!

(Es gibt so traurige Augenblicke für Gott Vater,
dass selbst die Heiligen des Himmels Ihn nicht trösten können.)

Die Stimmen erklingen wie Harfen!
Doch sie können Mein blutendes Herz nicht trösten.

Der Gesang der Liebe und des Trostes halten Mein gebrochenes Herz fest!
Damit es nicht zerbreche in aller Traurigkeit!

O, wehe dem Land!
Das die Liebe fort trug und in das eisige Meer legte.
O, wehe dem Menschen!
Der die Wahrheit fort trug und im Ofen verbrannte.

Die Schellen der Gerechtigkeit – sie sind schon zu hören!
Sie übertönen das Land, das einst Mein war.
Nun hat man es Mir entrissen.
Aus Meinem liebenden Herzen!
Und es fort getragen in ein Land des Schauerns.
Dort regnet es Verwüstung.
Man kann die Blumen nicht mehr sehen, die Ich auch dort pflanzte.
Man hat sie Mir herausgerissen.
Nun bluten die Wunden, denn es gibt keine Tränen mehr.

Mein Volk! Ich klage dich an!
Denn du wolltest Meine Liebe nicht!

Sie fließt immer noch – die Quelle.
Leise – traurig – mit Schmerzen!

Ich klage dich an!
Denn du wolltest Meine Liebe nicht!

Die Liebe ruft nach Liebe!
Warum fließt das kalte Meer der Unvernunft,
durch dein armseliges Herz?
Weil du dich im Wasser des Untergangs gewaschen hast!
Du wolltest nichts hören!
Nur das Klappern des Vergnügens!!
Nur das laute summen der Macht!

Oh! – Das Herz geht verloren!
Weil die Sinne abgedeckt wurden!
Mit dem grauen Schleier.
Nun pochen die Herzen im Sumpf des Untergangs.
Weil ihre Ketten der Gier
und des Besitztums sie nach unten ziehen.

Das Rasseln der Dunkelheit liegt im finsteren Tal.
Die Ketten verschmiert.
Bewegung und Ernüchterung sind aussichtslos.

Die Musik ist dumpf und leer.
Man hört sie mit den Ohren. Nicht mit dem Herz.

Die Erkenntnis wurde erdrückt von Lust und Abfall.
Die Mauer ist hoch.
Wer wird sie zum Einstürzen bringen?

Die Saat wurde vernichtet.
Denn man sah die guten Früchte!
Man wollte sie nicht essen!

So stieß man die Saat hinunter vom Tisch und zertrat sie.
Unkraut wuchs – schneller als der Tag sich neigte.
Unkraut – nun – überall.
Die Weide gibt nichts mehr her.
Man kehrt leer nach Hause.

Man kann nicht vom Tische essen.
Man geht zu den Schweinen und isst aus dem Trog.
Nun sind ihre Mägen gefüllt und ihre Herzen
mit Abfall, der nichts bringt.
So sind sie leer geworden. Herz, Seele und Sinne.
Der gute Geist wurde weggetragen!
Trostlos.
Leere – Kälte – Blindheit – Eigensucht – Neid – Missgunst:
macht besessen.
Ein neuer Geist besitzt die Erde!
Mein Land! Mein Heiliges Land!

Sie kommen von überall her, um sich ihre Mägen zu füllen.
Auf dem Markt, wo Handel verboten ist.
Sie stützen sich auf Drohung.
Und schleichen in Angst und Verzweiflung.

Wo liegt das Tal?
Das Gerste und Weizen nach Hause trägt?
Um ein Brot zu backen, damit man zu essen hat?
Wo liegt Mein Herz?
Das man zertreten hat?
Warum isst man nicht Mein Wort?

(Gott Vater spricht sehr streng.)
Oh, wohl dem Land! Oh, wohl der Stadt!
Die einen einzigen Gerechten haben!
Oh, wohl den Menschen, für die man betet!
Denn die Wolken drohen zu zerreißen!
Und das Blut fließt hernieder – aus den Wolken.
Und bedeckt die Erde – die Menschen.

Und es haftet das Blut, das vergossen ist, auf jeder Seele.
Um es rein zu waschen.

Und der Schmerz wird kein Ende nehmen!
Denn Herz, Geist und Seele,
werden in das Meer der gerechten Reinigung getaucht,
damit es nicht verloren gehe.

Viele gehen verloren!
Viele sind schon verloren gegangen!
Viele werden verloren gehen!
Weil sie sich auflehnten gegen die Wahrheit!
Und selbst am Tage der Erkenntnis wollen sie nicht die Wahrheit hören!

Jesus spricht jetzt:
Das Blut aus den Wolken, aus dem Herzen Meines Vaters.
Wohin soll es fließen?

Oh Erde, halte inne.
Höre die Uhr – sie schlägt: leise und doch laut.
Heute leise!
Und Morgen laut!

Wie ein Donnerschlag öffnet sich der Himmel!
Sie halten sich die Ohren zu.
Sie versuchen wegzurennen.
Sie reißen ihre Herzen heraus, damit man sie nicht finde.
Doch in jedem Winkel ruht Mein Auge!
Es gibt kein Entrinnen!

Hier kommt Meine Macht!
Hier kommt Meine Wahrheit!
Hier kommt Meine Gerechtigkeit!
Hier kommt Meine Barmherzigkeit!
Und niemand kann ihnen entrinnen!
Es gibt kein entrinnen!

O Erde, halte Ausschau nach Mir!
Damit Mein Herz der Trauer sich schließe!

O, Erde! Meine geliebte Erde! O, Meine Heimat!
O, Meine Heilige Stätte!
Wohin bist du gewandert?

Und der Schall des Donners lässt die Erde beben.
Es will nicht aufhören.
Die kurze Zeit, die nicht enden will!
Man trägt Masken. So scheint es.
Doch es sind die versteinerten Gesichter.
Sie drohen zu zerbrechen.

Und der Wind, er brachte neuen Atem
in den Seelen, die daniederlagen und um Hilfe riefen.

Die Erde schloss sich, die auseinander gerissen war.
Der Regen setzte ein.
Er fiel aus den gefüllten Wolken.
Denn das Blut – es gab es nicht mehr.
Es durchfloss das tiefinnerste der Seele.
Und floss zurück, zum Herzen des Vaters.

Und die Sonne trat heraus aus den Wolken.
Und der Mond umschloss die Sonne.
Und alle sahen es und wurden satt.

Die alte Zeit – die verloren war – kehrte heim.
In den Schoß des Lebens.
Und der Keim war auf der Erde aufgegangen.
Und seine Arme umschlangen das Feuer des Lebens.
Nein! Sie verbrannten nicht!
Denn es war beständig im Wachstum.
Und keine Dürre trat an sie heran.

Man grub mit Händen im Boden.
Bis das Wasser emporschellte.
So eilte man herbei und legte einen Brunnen an.
Damit jeder schöpfen konnte.

Man vergaß die Zeit, weil die Zeit in der Liebe ruhte.
So, wie zu Anfang,
als man in der Mühsal des Lebens, die Lampe der Liebe entzündete.
Sie kleidete die Menschen.
Und ihre Schwäche hatte kaum Gewinn.
Denn die Liebe zog sie zurück,
wenn sie zu weit vom Ufer sich entfernten. Vom Boot, das dort ankerte.

Und Meine Tränen füllten nicht die Wolken.
Sie flossen auf die Erde und zurück in Mein Herz.

Jetzt ist die Zeit, wo Mein Herz vor Trauer und Tränen überläuft.
Sie können nicht zur Erde rinnen.
Denn die Erde, der Boden ist voller Schlamm.
So füllen Meine Tränen die Wolken!
Wer kann sie zählen?

Doch die Wolken drohen zu zerbrechen.
Denn Mein Blut fängt man nicht auf!
So füllen die Wolken sich mit Meinem Blut!

Seht ihr denn nicht den blutroten Himmel?
Oh, Meine Erde! Meine geliebte Erde!
Wann wirst du erwachen?

Ich habe das Feuer entfacht! Das Feuer der Liebe!
Ehe das Leben begann!
Ich hauchte Meinen Atem zur Erde!
Und erweckte sie zum Leben!

Nun ist sie tot, die Erde. An vielen Plätzen!
Denn man hat Meinen Atem fortgetragen!
Man hält das Licht in dunklen Gefäßen verschlossen!
Umnebelt sind die Sinne, das Herz und das Gemüt!
Erst wenn die Erde bebt – wird man sich MEINER erinnern!

Warum nicht heute?
Warum nicht jetzt? In diesem Augenblick?

Mein Herz schlägt zu jeder Stunde für euch!
Komme, o Menschheit.
Und schlage dein Lager, deine Wohnung, dein Leben,
das ICH Dir schenkte, in Meinem Herzen auf!

So wird Ruhe einkehren!
So wird der Friede die Erde kleiden!
Und das Nachtlager wird keine Qual mehr sein!

(Jesus schaut jetzt jeden Menschen lächelnd, voller Liebe an.)

Denn der Tag trug Dich über die Berge!
Im Schein des Mondes!
Und die Sonne wärmte Dich!
Und Meine Tränen der Liebe, der Freude und des Dankes füllten Dein Herz!

So – lebe Ich in Dir!
Und Du – in Mir!

Das ist es, was ICH ersehene!!
Das ist es!!

Nur dieses eine ersehne ICH von DIR!!
DEINE LIEBE!
DEINE LIEBE!

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